Billard Regeln

Wie wird Karambolage-Billard gespielt?

Ähnlich schlicht wie der Spielaufbau sind auch die Regeln beim Karambolage: Jedem der zwei Spieler wird zu Beginn des Spiels eine der zwei weißen Spielkugel fest zugewiesen (mit oder ohne Markierung). Nur diese Kugel darf vom jeweiligen Spieler gestoßen werden. Die dritte (rote) Kugel ist neutral. Die Kontrahenten müssen nun versuchen, mit ihrem Spielball die beiden übrigen zu treffen – egal in welcher Reihenfolge. Gelingt dies, erhält der Spieler einen Punkt und darf erneut stoßen. Verfehlt der Spieler die Karambolage, kommt der Gegner ans Spiel. Waren beide einmal am Spiel, ist eine sogenannte Aufnahme vorüber. Die Partie endet bei einer zuvor vereinbarten Anzahl von Aufnahmen bzw. Punkten. Gewonnen hat natürlich der Spieler mit den meisten Punkten.

Oben sehen sie die Ausführung des Anstoßballes über drei Banden.

Die Disziplinen

Das Basisreglement gilt für fast alle Karambolage-Disziplinen. In der Freien Partie gilt zusätzlich, daß in den eingezeichneten Ecken-Bereichen des Tisches spätestens nach zwei Karambolagen eine der zu treffenden Kugeln dieses Feld verlassen muß. Für das Cadre gilt ähnliches, nur ist hier der Tisch komplett in solche Zonen aufgeteilt. Beim Einband muß der Spielball vor Vollendung der Karambolage eine Bande berührt haben – entsprechend fordert das Dreiband mindestens drei Bandenberührungen. Etwas aus diesem Rahmen fallen die Disziplinen Billard-Artistique und Fünf-Kegel-Billard. Billard-Artistique, früher auch Kunststoß genannt, hat wohl jeder und jede bereits offenen Mundes im TV betrachtet. Fünf-Kegel-Billard hingegen ist eine Variation des klassischen Karambolage mit Miniaturkegeln und läßt in mancher Hinsicht Vergleiche zum Snooker-Spiel zu.

Die unterstrichenen Billardarten werden bei uns nicht gespielt.

Technische Daten

Da das Billard beim Karambolage keine Taschen hat, kommt man hier mit drei Bällen aus. In der Regel gibt es einen roten Ball und zwei weiße Bälle, wobei einer markiert ist. Die Bälle müssen vollkommen rund sein und einen Durchmesser von 61,5 mm haben. Die zulässige Abweichung innerhalb eines Satzes ist 0,1 mm. Das Gewicht der Bälle liegt zwischen 205 und 220 Gramm. Innerhalb eines Satzes liegt der Toleranzbereich bei 2 g. In Deutschland finden Meisterschaften auf „Großem Billard“ und auf „Kleinem Billard“ statt.

Die Maße der freien Spielfläche sind beim:

Großes Billard – 2,84 m x 1,42 m
Kleines Billard – 2,10 m x 1,05 m

Die Höhe des Billardtisches beträgt in der Regel 75 – 80 cm bis zum Rahmen. Anders als im Poolbillard sind die Karamboletische beheizt. Dies soll ein bestmöglichstes Rollen der Bälle ermöglichen. Die Temperatur soll zwischen 25 und 28 Grad Celsius an der Tuchoberfläche betragen.

Das Spielgerät, mit dem die Bälle bewegt werden, wird Billardqueue genannt. Es besteht in der Regel aus zwei Teilen, dem sogenannten Unterteil und dem Oberteil. Am Oberteil ist eine Kunststoffspitze eingearbeitet. Auf diesem klebt ein Leder, die Pomeranze. Nur mit der Pomeranze dürfen die Stöße ausgeführt werden. Sollte der Ball mit einem anderen Teil des Queues in Berührung kommen, so zählt das als Fehler und der Gegner kommt ans Spiel.